Success Story 2024

Bernhard Kohli

Bernhard Kohli ist ein besonderes Beispiel für Engagement, Ausdauer und die Begeisterung für den Sport. Seine Reise zeigt, wie vielseitig und bereichernd der Weg im CrossFit sein kann.

Er ist seit 2016 CrossFit begeistert und hat in den acht Jahren bereits viele Erfolge feiern können. Zuletzt hat er sich für die iF3 World Championships qualifiziert und diesen Winter an den Finales in Budapest in der Alterkategorie 45-49 sehr erfolgreich in den Top 20 abgeschnitten.

Er hat sein eigenes Buch «Functional Fitness – A Personal Perspective» geschrieben, welches im Sommer 2023 veröffentlicht wurde und motiviert Andere zu tollen Erfolgen!

Lerne Bernhard im untenstehenden Interview kennen und lass dich von seinem bewundernswerten Werdegang begeistern.


Lieber Bernhard, magst du dich kurz vorstellen?

Als Biochemiker in der Pharmabranche begeistere ich mich für Technologie, Sport und Natur. 

Was würdest du als deine besten Eigenschaften beschreiben?

Meistens bin ich motiviert und guter Dinge – Lernen, arbeiten, trainieren, mit anderen Menschen schwierige Dinge gemeinsam anpacken: all das macht mir Spass!

Wie sah dein sportlicher Werdegang vor CrossFit aus?

Ein bisschen kunterbunt – ich mag Abwechslung und halte mich nicht gerne an ein fixes Programm; so habe ich von Kampfsport bis Ausdauersport einiges ausprobiert. Allerdings war ich nie gut in technischen oder Mannschafts-Sportarten, da fehlt mir das Fingerspitzen-Gefühl!

Wann und wie(so) bist du zu CrossFit gekommen? Was hat dich dazu gebracht, deine erste Stunde zu besuchen? Erinnerst du dich detaillierter daran?

Kollegen bei der Arbeit haben mich dazu animiert, und ein Trainingsvideo von Josh Bridges tat den Rest! Meine allererste CrossFit-Stunde waren ein paar Wall Balls, ein paar Klimmzüge und dann ein paarmal um’s Haus laufen… «das kann ja nicht so schlimm sein, oder?» Berühmte letzte Worte – so ging es wohl schon vielen: nach 3 Runden war ich Matsch und trotzdem (oder erst recht!) total angefressen… Ausserdem haben mich die Gemeinschaft und die tollen Coaches bei Zürich Nord sofort begeistert.

Wie haben deine Anfänge im CrossFit ausgesehen und wie hat sich deine sportliche Routine über die Zeit verändert?

Am Anfang musste ich mich vor allem an die Intensität gewöhnen. Zuhause hatte ich schon Fran geübt und regelmässig 12-15 Minuten benötigt. Intensität ist noch immer einer meiner Schwächen – lieber einen 10k rudern als 2’000m «all out»… Bald kam aber noch das Aufholen im Kraftbereich dazu. «Ziehen» war für mich weniger das Problem (Pullups, Muscle-ups) als «Stossen»: meinen ersten HSPU habe ich wohl nach 3 Jahren geschafft, den ersten Strict HSPU nach frühestens 4 oder 5 Jahren. Vieles hat sich stark verbessert; auf meinen Deadlift bin ich wohl am stolzesten, da ich ihn von maximal 100kg vor CrossFit auf 180kg verbessern konnte. Anderseits bin ich im Laufen deutlich langsamer geworden, und es gibt immer Baustellen! 

Wie sieht eine typische Woche im Leben des Bernhard Kohli aus – und wie sah sie vor CrossFit aus?

Der Alltag ist generell gleichgeblieben, da ich schon lange gerne Sport mache – ich arbeite Vollzeit, und versuche, Abends jeweils etwas Sport zu machen. Meine Partnerin Carmen und ich haben gemeinsam die Freude an Tischtennis wiederentdeckt, und geniessen ein paar Matches unter der Woche, oder ich mache CrossFit oder jogge eine Runde.

Was hat CrossFit für einen Einfluss auf dein sonstiges Leben? Inwiefern beeinflusst es deinen Alltag, deine Arbeit, deine sozialen Beziehungen und andere Bereiche?

Bei der Arbeit wird vermutlich über meine Sportbegeisterung geschmunzelt, aber sie ist auch immer wieder Anlass für spannende Gespräche mit Leuten aus anderen Sportarten. Es ist tatsächlich so: CrossFit animiert mich dazu, gesund zu leben, und mich einigermassen gesund zu ernähren, und die Freude am Sport mit anderen zu teilen. So konnte ich viele neue Freunde gewinnen in der Box.

Was hast du im Sport besonders über dich gelernt ? Wie hat er dich verändert?

Sport hilft, einen etwas bescheidener und hilfsbereiter zu werden. Etwas vom Tollsten an CrossFit ist, dass vom Profi-Athlet bis zum Anfänger alle wissen, wie es ist, nach Luft zu schnappen und mit einer technischen Übung Probleme zu haben – man hilft sich gegenseitig mit Tipps und Tricks aus, und schwere Workouts oder leistungsfähigere Konkurrenten zeigen einem, dass es immer «Luft nach oben» gibt.

Was sind deine persönlichen grössten Erfolge, die du bereits verzeichnen konntest?

Im Sport: definitiv der Gewinn der Schweizermeisterschaft im Functional Fitness in 2023 in meiner Altersklasse – nach einem schwachen ersten Tag lief am zweiten Tag einfach alles wie am Schnürchen und mein Körper machte mit, so dass ich meine Erwartungen übertreffen konnte. Beruflich bin ich stolz auf mein Studium und die Arbeit – ich nahm bzw. nehme beides so ernst wie den Sport, und wer mich kennt, weiss, dass ich nicht schnell aufgebe.

Wann hast du das erste Mal an einer Competition teilgenommen und wie war diese Erfahrung? Hast du gewonnen?

Mein erster Wettkampf war wohl das CrossFit Open 2017: ich schaffte meine ersten Bar Muscle Ups und habe das ganze Drumherum mit den Athlet*innen der Box äusserst genossen!

Was motiviert dich?

Jedes Jahr das Gefühl zu haben, dass ich das gemacht habe, was ich konnte, um beruflich und sportlich etwas voranzukommen, und eine finanzielle Sicherheit aufzubauen.

Welche gesundheitlichen Verbesserungen konntest du mit einer kontinuierlichen sportlichen Routine erreichen? Was sind die grössten Veränderungen, die du festgestellt hast?

Um ehrlich zu sein, wenn ich nur gesund sein möchte, dann würde ich wohl nur im Hallenbad Bahnen schwimmen, auf Zwift Rad fahren und auf dem Concept 2 rudern. Kein Risiko, keine Belastung für die Gelenke, etc. Aber CrossFit macht mir viel zu viel Spass, um hier 100% rational zu sein. Sicherlich bin ich nicht ganz ungesund – Körpergewicht, Blutdruck etc. sind ok, aber ich habe schon das eine oder andere Gelenk, das quietscht und knackt – man wird nicht jünger. Eine Sache, die mich allerdings beim CrossFit erstaunt hat, ist wie schnell ich Muskelmasse zugelegt habe – trotz «Fitnesstudio» und Sport wog ich zu Beginn meiner CrossFit-Zeit rund 83kg (wie die letzten zwei Jahrzehnte davor). Nach etwa 5 Jahren CrossFit Training wog ich gut 90kg – «Flügeli» und «Quads» kamen dazu (was mich aber auch nicht schneller macht…)


Was schätzt du an CrossFit?

Die Abwechslung, dass ich immer etwas Neues lernen und etwas verbessern kann, die tolle Gemeinschaft und der Nervenkitzel des ständigen Wettkampfs mit sich selbst und mit anderen.

Wenn du dich innerhalb deiner sportlichen Laufbahn schon mal verletzt hast: Wie bist du damit umgegangen und hat es dein Training langfristig verändert?

Tja, genau 2023/2024 hat es mich zum ersten Mal richtig erwischt: gerissene Supraspinatussehne (Rotatorenmanschette): nach einem Gymnastikunfall (100% meine Schuld) musste ich diesen Januar meine Schulter operieren und habe danach Stück für Stück wieder ins Training gefunden. Die Maschinen (Concept 2 Bike, danach das Concept 2 Rudergerät) und auch wieder das Laufen haben mir ermöglicht, meine Basis-Fitness aufrechtzuerhalten. Ein Jahr nach der OP bin ich wieder zu 90% da, wo ich sein möchte.

Was sind deine nächsten sportlichen Ziele? Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Endlich mal Strict HSPU in den Griff kriegen. Ring MU und Chest-To-Bar cycling aufbauen. Und alles generell gerne etwas schneller! Das ist alles 😉 In 10 Jahren wäre mein Ziel, dass ich noch alle Grundskills weiterhin beherrsche und nicht skalieren muss.

Hast du Vorbilder oder Menschen, die dich immer wieder inspirieren?

Meine Eltern, meine Partnerin, gute Chefs, erfolgreiche Unternehmer, Sportler, die konsistente Leistung zeigen. Und grundsätzlich alle Leute, die Einsatz zeigen, und zwar für sich, aber auch für andere, sei es die Familie, Freunde, oder die Gesellschaft.

Was würdest du Anfänger*innen mit auf den Weg geben?

Einfach dranbleiben – es lohnt sich!

Gibt es noch etwas, was du abschliessend anfügen willst?

Wer gerne liest und Freude an Sport und Business hat – ich freue mich, wann immer jemand ein paar nützliche Tipps aus meinem Buch «Functional Fitness – A Personal Perspective» mitnimmt. Bis bald im Training!

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